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Ein kurzer Abriss der Reise von Zürich zum Ausgangspunkt unserer Tour, Skogar.

 

 

Mittwoch 16.7.2003 (Zürich - Reykjavik)

 

 

Es gehört wohl zu einer solchen Reise, dass man am Abreisetag so richtig früh aufstehen muss. Der Flug ging nämlich schon morgens um sieben ab Zürich. Nun gab es kein zurück mehr; und obwohl alles hundertmal durchgedacht wurde blieb eine gewisse Unruhe. Ob wir uns nicht wohl selber ein bisschen überschätzten?

 

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Zeit zum Nachdenken blieb glücklicherweise wenig. Nach dem gut dreistündigen Direktflug, bei welchem wir am Schluss schon den ersten Teil unserer Wanderung aus der Luft begutachten konnten, kamen wir in Keflavik bei überraschend schönem Wetter an. Mit der Devise „Ehrlich währt am längsten“ meldeten wir am Zoll, dass wir mehr als die gesetzliche Menge an Lebensmittel einführten. Da es sich dabei aber nicht um Frischprodukte oder Fleisch handelte liess man uns passieren. Mit dem Flybus fuhren wir die 40 Kilometer nach Reykjavik. Laut Busfahrer erwischten wir den ersten schönen Tag des Jahres in Island. Unglaublich für uns, die wir direkt aus dem mitteleuropäischen Jahrhundertsommer angereist kamen.

 

 

 

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In der Hauptstadt angekommen luden wir unser Gepäck im Flóki Guesthouse ab. Dort konnten wir auch zum ersten Mal aufatmen, denn das 30-Kilo-Fresspaket aus der Schweiz war tatsächlich im Hostel angekommen. Als wir uns anschliessend ein Restaurant zum Mittagessen suchten, wurde uns zum ersten Male bewusst wie teuer hier alles war. Spaghetti Bolognese für umgerechnet ca. 35 Franken… Wir entschieden uns für Hamburger in einem Cafe. Leider hatten wir keine Zeit um Reykjavik anzuschauen. Aufgrund der Einfuhrbegrenzung für Lebensmittel mussten wir noch etliche Dinge einkaufen gehen. Ausserdem benötigten wir noch Reinbenzin für die beiden Kocher, und für den Notfall ein Nordic Mobile Phone, welches, wie man uns versicherte, auch im Hochland funktionieren würde. Bei den Lebensmitteln mussten wir einige Kompromisse eingehen, da das Sortiment nicht gerade unserem Standard entsprach. Entweder gab es das gewünschte gar nicht (Büchsenfleisch) , oder dann war es soviel teurer als bei uns, dass wir drauf verzichteten (Trockenfleisch). Nach einem ungefähr fünfstündigen Einkaufsmarathon in Reykjavik mussten wir noch die beiden Pakete bereitmachen, welche wir per Bus nach Landmannalaugar und Nyidalur schicken wollten. Glücklicherweise hatten wir diese Rationen bereits vor der Abreise berechnet, sodass wir „nur“ noch die Lebensmittel sortieren mussten. Es stellte sich dann heraus, dass wir für drei Wochen und vier Personen knapp 80 Kilogramm Lebensmittel aufteilen mussten. Ein weiteres Problem war dann noch die Marschpackung zu erstellen. Wir hatten in den Vorbereitungen nur ohne Nahrungsmittel probegepackt und einige von uns kamen an die Grenzen des Rucksack-Fassungsvermögens. Am späteren Abend versuchten wir nochmals einigermassen günstig zu essen; ein Kebabstand half uns dabei.

 

 

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Wir waren erstaunt wie wenig los war in einer Hauptstadt mit knapp 140000 Einwohner. Es war wie eine Kleinstadt während der Sommerferien, die Stimmung fast schon leicht depressiv. Sehr müde gingen wir schlafen mit der Gewissheit nichts mehr ändern zu können, da morgen der Bus bereits um 9 Uhr fahren würde.

 
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