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Zweite Etappe PDF Drucken E-Mail

 

9. Tag: Freitag 25.7.2003 (Zufluss Kaldakvisl – nach der Rechtskurve)

 

 ImageDie Nacht war ziemlich regnerisch. Das Geprassel aufs Zelt weckte Jürg und Simon um halb 4 und erinnerte daran, dass die Blase ziemlich drückte. Wohl oder übel mussten sie also ihre Regenklamotten überziehen, die Schuhe montieren und nach draussen gehen.

 

 

Es war schon (oder immer noch) relativ hell draussen um diese Zeit, und das spezielle Licht liess die Landschaft ganz anders aussehen als am Abend. Um halb acht war dann Tagwache und es regnete immer noch. Doch mittlerweile haben wir das Lagerleben so gut im Griff, dass uns das nichts mehr anhaben kann. Sogar der Zelt Auf- und Abbau bei Regen und Wind ist kein Problem.

 

 

ImageSo kurz vor zehn Uhr waren wir dann wieder auf der F26 unterwegs und es gab eigentlich wenig besonderes zu vermelden. Die Piste war schnurgerade aber doch recht hügelig. Der Regen liess bald nach und dank dem starken Wind war schon bald alles wieder trocken. Unser Marschtempo wurde nun von unseren Gebrechen bestimmt, war aber trotz allem immer noch relativ hoch und wir kamen gut voran. Es hatte für isländische Verhältnisse ziemlich viel Verkehr diesen Morgen; wir kreuzten ungefähr fünf Busse und ebenso viele Geländefahrzeuge.

 

 

ImageKurz nach Mittag erreichten wir den Waypoint 33, wo die Piste eine Linkskurve beschreibt und kurz danach machten wir Rast bei einem ziemlich stehenden Gewässer direkt bei der Rechtskurve, welche später Kultstatus erreichte. Wir assen Pasta in einer kräftigen Bouillon mit Bami-Goreng Gewürz, was uns allen sehr gut tat. Nur beim Wasser hatten wir kein gutes Gefühl, da es doch eher abgestanden schmeckte. Zu unserer grossen Freude erblickten wir das erste Mal seit Tagen wiedermal ein Stückchen blauer Himmel! Dank dem starken Wind hatte die Wolkendecke immer grössere blaue Lücken und das Sonnenlicht tauchte die Wüste in ein ganz faszinierendes neues Licht; sie schien nun eher bräunlich statt schwarz. Diese neue Szenerie beflügelte uns, und liess uns die Schmerzen fast vergessen, ausserdem war die Temperatur ideal zum Wandern, weswegen man kaum zum Schwitzen kam.

 

 

Einzig Simon und Balz hatten wohl aufgrund des schlechten Wassers bei der Mittagsrast etwas Magenprobleme. Ungefähr zwei Stunden nach der Rechtskurve, bei welcher wir einen grossen Motivationsschub tanken konnten, erreichten wir das nächste Gewässer, welches wir als Tagesziel bestimmt hatten.

 

 

ImageDas Gewässer sieht zwar aus wie ein Fluss, hat aber praktisch keine Strömung. Das einzig mühsame war der wirklich recht starke Wind, welcher unsere Zelte ziemlich zum flattern anregt. Leider gibt es weit und breit keinen natürlichen Windschutz, sodass wir auf dieser steinigen Ebene ziemlich exponiert sind. Zur Sicherheit belegten wir die Heringe mit Steinen um ungemütliche Überraschungen zu vermeiden. Das Panorama an diesem Ort ist aber hervorragend! In der Ferne ist ein Teil des Vatnajökull sichtbar, welcher ständig von der Sonne beschienen wurde. Dazwischen waren aber auch die typischen Regenvorhänge zu sehen, welche zum Teil in unsere Richtung wanderten. Zum Kochen bauten wir aus Steinplatten einen Windschutz. Der kalte Wind liess uns aber das Essen nicht so geniessen, wie wir das sonst jeweils konnten. Das war auch der Grund weshalb wir uns heute schon relativ früh in die Zelte verzogen, nämlich schon um 21 Uhr.

 



 
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